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Setzen Sie auch Facebook - Gewinnspiele ein? - rechtliche Betrachtung

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Gewinnspiele sind mittlerweile ein probates Mittel, um auf Facebook möglichst viele "Likes" zu sammeln. Das macht natürlich nur Sinn, wenn man die Teilnahme am Gewinnspiel an den begehrten Klick auf den "Gefällt mir" - Button knüpft.

Nun hatte am 10. Januar 2013 das Landgericht Hamburg zu entscheiden ob dies auch so erlaubt ist oder aber ein irreführendes Verhalten des Gewinnspiel-Betreibers vorliegt.

Das Problem

Die Argumentation des klageführenden Verbraucherschutzverbandes ist dabei durchaus nachvollziehbar. Dieser geht  davon aus, dass ein Klick auf "Gefällt mir" einer Empfehlung gleichkommt, diese aber in diesen speziellen Fällen nur durch die Gewinnspielteilnahme motiviert ist und nichts mit positiven Erfahrungen mit dem Anbieter oder dessen Angebot zu tun hat. Der Verbraucherschutzverband sah dies als Irreführung.

Händlerbund - Europas größter Onlinehandelsverband

Aufatmen für Gewinnspiel-Anbieter

Das Hamburger Landgericht folgte in seiner Entscheidung dieser Auffassung jedoch nicht, wie der Händlerbund berichtet, und stuft die Knüpfung der Gewinnspielteilnahme an den "Gefällt mir" - Klick als zulässig ein.

In dessen Augen stellt der Klick auf den "Gefällt mir" - Button lediglich eine "unverbindliche Gefallensäußerung" dar, "an der das Netzwerk des am Gewinnspiel teilnehmenden Facebook-Mitglieds keine Erwartungen oder Gütevorstellungen verbinde."

Auch eine Irreführung des Gewinnspielteilnehmers selbst sieht das Gericht nicht, denn diesem ist zu jedem Zeitpunkt klar was er tun müsse um am Gewinnspiel teilzunehmen. Seine Entscheidung auf den "Gefällt mir" - Button zu klicken sei also ganz bewusst.

Somit ist eine sogenannte "Fangate", auch zum Anbieten von Rabatten oder Zugaben, also ausdrücklich erlaubt. 

Aber Achtung!

Lediglich der Klick auf den "Gefällt mir" - Button darf zu diesem Zweck verlangt werden. Anbieter, die zudem einen "Kommentar" oder das "Teilen" verlangen, können durchaus wegen unzulässiger Schleichwerbung abgemahnt werden.

Anzumerken ist noch, dass dies bisher die einzige Rechtsprechnung zu solch einem Fall ist. Andere Gerichte könnten durchaus anders entscheiden.

 

Rene Kaltschmidt | 04.04.2013 | i
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